Jedes Kind kommt mit einer Bedienungsanleitung auf die Welt. Sein Human Design ist der Bauplan, nach dem es gebaut ist. Ein Guide macht diesen Bauplan sichtbar und lesbar, für die Eltern und für das Kind selbst.

Kinderärztinnen stellen fest, was ist. Therapeutinnen behandeln, was belastet. Pädagoginnen fördern, was gefordert wird. Niemand erklärt den Eltern, wie ihr Kind gebaut ist und was daraus für einen ganz normalen Dienstagabend folgt.
Genau dort arbeitet ein Kids & Family Guide. Zwischen dem, was im Gesundheitssystem festgestellt wird, und dem, was am Küchentisch tatsächlich gebraucht wird. Zwischen dem Kind und den Erwachsenen, die es begleiten. Zwischen dem Bauplan und dem Alltag.
Die meisten Angebote am Markt enden bei Typ und Autorität. Das beschreibt, wie ein Kind Energie aufnimmt und Entscheidungen trifft. Es sagt nichts darüber, wie es schläft, wovon sein Körper etwas hat, in welcher Form es lernt und was es antreibt.
Typ, Autorität, Zentren und Profil bilden das Fundament, und darauf setzt die gesamte Variablenlehre mit allen Farben, allen Tönen und den Transferenzen auf.
Warum das eine Kind Enge braucht und ein anderes Weite, wie ein Zimmer beschaffen sein muss, damit ein Kind überhaupt zur Ruhe kommt, und wie wenig Einschlafen tatsächlich mit Disziplin zu tun hat.
Unter welchen Umständen ein Kind aufnehmen kann, ob allein oder in Gesellschaft, in Ruhe oder in Bewegung, und warum Druck am Esstisch regelmäßig das Gegenteil dessen bewirkt, was er erreichen soll.
Ob ein Kind zuerst den Überblick braucht oder den einzelnen Schritt, wodurch es seine Konzentration verliert und auf welchem Weg es sie zurückbekommt.
Was ein Kind tatsächlich in Bewegung bringt, lange bevor es ein bestimmtes Verhalten zeigt, und was von diesem Antrieb unter Druck ins Gegenteil kippt.
Die Familie als eigene Form mit zwölf Positionen, aus der sich erklärt, warum Geschwister sich so unterschiedlich verhalten und welchen Platz ein Kind im gemeinsamen Feld einnimmt.
Ein Guide gibt Eltern keine Beschreibung mit, sondern etwas, das sie am selben Abend anwenden können und ohne fremde Hilfe wiederholen.
Wie eine Frage gestellt werden muss, damit ein Kind sie beantworten kann, denn manche Kinder brauchen eine geschlossene Frage, andere vor allem Zeit, und wieder andere überhaupt keine Frage, sondern eine ruhige Beobachtung.
Wie ein Nachmittag getaktet sein muss, damit der Abend hält, wann Übergänge angekündigt werden sollten und wie viel Leerlauf ein bestimmtes Kind zwingend braucht, um den Tag zu verarbeiten.
Wie ein Zimmer beschaffen sein sollte, an welchem Platz ein Kind isst und arbeitet, welche Reize es zwingend braucht und welche es über den Tag hinweg leerlaufen lassen.
Sie spüren, dass ihr Kind anders funktioniert als überall beschrieben, und bekommen dennoch immer wieder Empfehlungen, die zu genau diesem Kind nicht passen.
Zwischen der ersten Sorge und dem ersten Termin vergehen Monate, in denen es bisher niemanden gibt, der eine Familie durch diese Zeit begleitet.
Das Kind ist versorgt, die Eltern sind es nicht, denn sie wissen weiterhin nicht, wie ein Morgen leichter wird und woran sie im Alltag ansetzen können.
Sie fallen in keinem Raster auf, weil sie früh gelernt haben zu funktionieren, und genau deshalb schaut über Jahre hinweg niemand genauer hin.
Die Rolle wird jedes Jahr gefragter, und es fehlen die Menschen, die sie ausfüllen können. Wie Du sie ausfüllst, entscheidest Du.
Kinder-Readings, Elterngespräche und Begleitprozesse über mehrere Monate, online oder vor Ort und in einem Rhythmus, den Du selbst bestimmst.
Als Ergotherapeutin, Logopädin, Lernbegleiterin, Erzieherin, Lehrkraft, Hebamme oder Coach bekommst Du eine Ebene dazu, die im ersten Gespräch spürbar ist.
Eltern nehmen keine Empfehlung mit nach Hause, sondern ein Verständnis, und genau das verändert, was dort tatsächlich passiert.
Fortbildungen, Fallbesprechungen, Elternabende und Teamarbeit auf einer Grundlage, die sonst niemand anbietet.
Viele beginnen wegen eines eigenen Kindes und bleiben, weil sie im Verlauf merken, wie weit dieses Verständnis über die eigene Familie hinaus trägt.
Eine Erzieherin lernt ihren Beruf über mehrere Jahre, und wer therapeutisch mit Familien arbeitet, studiert dafür, weshalb Kinder- und Familiendynamiken kein Stoff sind, den man in acht Wochen aufnimmt.
Der Grund liegt nicht darin, dass Human Design kompliziert wäre, sondern darin, was eine Fehldeutung bei einem Kind auslöst. Ein Kind hat keine zweite Meinung und übernimmt die Beschreibung, die es von Erwachsenen bekommt, unmittelbar in sein Selbstbild. Deshalb ist der Weg zum Guide als vollständige Ausbildung gebaut, mit rund 1.650 Lernstunden über zweieinhalb bis drei Jahre.
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