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Wissen · Lernen und Schule

Was bedeutet die Lernperspektive Macht bei einem Kind?

Kinder mit der Lernperspektive Macht lernen im Human Design über eigenes Tun und über Vorbilder, nicht über Erklärungen. In der rezeptiven Ausprägung brauchen sie erst eine Beobachtungsphase. Wer sie zu früh zum Anfangen drängt, verhindert genau das Lernen.

Im Alltag wirkt dieses Kind zunächst zurückhaltend. Es schaut zu, wie andere etwas machen, sagt wenig und wirkt gesammelt. Dann handelt es plötzlich und selbstsicher.

Was von außen wie ein Sprung aussieht, ist das Ergebnis der Beobachtungsphase. Das Lernen ist bereits im Zuschauen passiert. Die sichtbare Handlung ist das Ende des Prozesses, nicht der Anfang.

Wird sofortiges Handeln ohne Vorbild erwartet, blockiert das Kind. Ist das Tempo zu hoch, zieht es sich zurück. Das wird oft als mangelndes Selbstvertrauen gedeutet, ist aber ein übergangener Lernschritt.

Praktisch hilft: erst zeigen, dann machen lassen. Nicht erklären, sondern vorzeigen. Und nach dem Beobachten Zeit lassen, bevor das Kind selbst beginnt.

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