Ein Bild für fokussiert ist die Taschenlampe im dunklen Raum. Was im Lichtkegel liegt, wird sehr klar gesehen. Was außerhalb liegt, existiert in diesem Moment nicht. Fehlt der Lichtkegel, also der Rahmen, beginnt das Kind gar nicht.
Ein Bild für rezeptiv ist das Raumlicht. Alles wird gleichzeitig erfasst, nichts besonders scharf, dafür der Zusammenhang. Verarbeitung und Abruf geschehen zeitversetzt.
Fragt man ein rezeptives Kind direkt nach dem Lernen, was es behalten hat, kommt oft nichts. Drei Wochen später ist alles da. Das ist keine Faulheit, sondern eine andere Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Der Unterricht ist über Generationen fokussiert aufgebaut. Klare Ziele, feste Abfolgen, Abfrage auf Zeit. Rezeptive Kinder arbeiten darin täglich gegen ihr eigenes System.