Daraus entsteht ein Muster, das im Alltag zunächst angenehm wirkt. Das Kind vermittelt, tröstet, gleicht aus, macht es allen recht. Es gilt als besonders einfühlsam und bekommt dafür viel Zustimmung.
Der Preis zeigt sich später. Ein Kind, das ständig fremde Zustände reguliert, verliert den Zugang zu seinem eigenen Empfinden und weiß mit der Zeit nicht mehr, was davon eigentlich ihm gehört.
Erwachsene können hier viel bewirken, indem sie deutlich machen, dass sie ihre eigenen Gefühle selbst tragen und dass ein Kind nicht dafür zuständig ist, die Stimmung im Haus zu retten.