Ein Kind kann bei der einen Freundin ausgeglichen sein und bei der anderen aufgedreht, in der einen Klasse aufblühen und in der nächsten verstummen. Für Erwachsene wirkt das widersprüchlich, weil sie ein stabiles Verhalten erwarten.
Tatsächlich zeigt ein Kind mit vielen offenen Bereichen oft einen Spiegel dessen, was im Raum liegt. Sein Verhalten sagt deshalb genauso viel über die Umgebung aus wie über das Kind selbst.
Diese Perspektive verändert die Frage grundlegend. Statt zu fragen, warum das Kind sich so verhält, lohnt es sich zu fragen, in welchem Feld es sich gerade befindet.