Belohnung und Strafe arbeiten mit einem einzigen Motivationsmodell, das für alle gleich gilt. In der Praxis reagieren Kinder darauf sehr unterschiedlich. Manche werden dadurch tatsächlich angetrieben, andere verlieren genau dann das Interesse, wenn ein Ergebnis eingefordert wird.
Der tiefste Antrieb eines Kindes ist bereits vorhanden, lange bevor es ein bestimmtes Verhalten zeigt. Wird er getroffen, braucht es kaum äußeren Anschub. Wird er verfehlt, hilft auch das größte Sternchensystem nicht.
Unter dauerhaftem Druck kippt der Antrieb außerdem regelmäßig ins Gegenteil, und aus einem Kind, das etwas wollte, wird eines, das blockiert.