Ein einfacher Prüfstein ist der längere Aufenthalt an einem anderen Ort, etwa Ferien bei Verwandten. Verhält sich ein Kind dort deutlich anders, lohnt sich der Blick darauf, was zu Hause dieses Verhalten erzeugt.
Ebenso aufschlussreich ist die Frage, ob ein Verhalten zeitlich mit einer Veränderung im Familienleben zusammenfiel. Kinder übernehmen Muster besonders schnell in Phasen, in denen Erwachsene angespannt sind.
Diese Unterscheidung ist keine Schuldzuweisung. Sie ist der praktischste Hebel, den Eltern überhaupt haben, weil sie an der eigenen Verfassung ansetzen können.