Es gibt Kinder, die Wissen nicht auf Abruf zeigen können. Sie nehmen breit auf, verarbeiten zeitversetzt und liefern erst dann, wenn der Stoff wirklich gebraucht wird.
Fragt man ein solches Kind direkt nach dem Lernen, was es behalten hat, kommt oft nichts. Drei Wochen später ist alles da. Das ist keine Faulheit und kein schlechtes Gedächtnis, sondern eine andere Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Mehr Wiederholung derselben Art verstärkt in diesem Fall nur den Frust. Wirksamer ist, die Art des Übens zu verändern: erzählen lassen statt abfragen, Zusammenhang zeigen statt Details prüfen, und nach dem Lernen Zeit lassen.