Der Wechsel selbst ist für viele Kinder der anstrengendste Teil, nicht das Leben in der einen oder anderen Familie. Jeder Wechsel bedeutet ein anderes Tempo, andere Regeln, eine andere Stimmung und oft eine andere Rolle.
Besonders deutlich zeigt sich das an den Übergangstagen. Kinder wirken dann verschlossen, gereizt oder überdreht, und beide Haushalte deuten das jeweils als Reaktion auf den anderen.
Hilfreich sind ruhige Ankunftszeiten ohne Programm und ein verlässlicher Ablauf am Wechseltag. Was ein Kind an dieser Stelle braucht, ist keine Zuwendung im Übermaß, sondern Vorhersehbarkeit.